Tourenbericht über den Besuch einer Schneckenfarm am Niederrhein

Tach zusammen…..

Na? Sind Sie auch der Meinung, Sie kennen unseren Niederrhein, nur weil sie hier wohnen? Oder ab und zu mit dem Rad hier unterwegs sind? Dann kennen Sie bestimmt den „Milchradweg“ zwischen Hünxe und Schermbeck, die alljährliche“ Tour de Flur“, bei der man 6 verschiedene Bauernhöfe auf einem 13km langen Radweg ansteuert, das Café Waldsee, wo man die dicksten Kuchenstücke bekommt oder die linkshreinischen Schneckenfarmen?

Wie, nicht? Dann kommen Sie mal mit auf Niederrheinreisen – Tour. Bleiben wir bei den Schnecken. Ne, nicht die gemeine Nacktschnecke, die morgens mit einem Bierkater immer noch durch Ihre Gärten torkeln. Gemeint ist die überaus wohlschmeckende europäische Weinbergschnecke „Helix Aspersa Maxima“. Ihr Fleisch ist von dunkler Färbung, zarter Konsistenz, mit leicht nussigem Geschmack. Ihr Einsatz als Lebensmittel ist so alt wie unsere Klöster, z.B. dem Kloster Kamp, gegründet 1123. Pfiffig wie die Mönche nun mal waren, kamen Schnecken als Fleischersatz in der Fastenzeit auf den Tisch. Oder was meinen Sie denn warum es Maultaschen gibt, also verstecktes Fleisch?  Auf unserer Schneckentour  verbinden wir dann auch genau diese Themen.

Schnecken und Klöster am Niederrhein.

Alle Touren wurden natürlich vorher auf Rollator und Rollstuhl Eignung von uns persönlich geprüft. Nachdem uns Klaus mit seiner 45sitzigen „roten Lady“, einem 5 * Reisebus inkl. WC und seniorengerechtem Einstieg, sicher an´s Schneckenziel gebracht hat, begrüßen uns auch schon die Züchterfamilien und zeigen uns „Schlachthaus“ und Lebensraum. Nach einer kurzen Erklärung geht´s auch schon rauf auf´s Feld. Schneckis gucken. Und probieren natürlich. Sind ja ne Delikattesse in unseren Restaurants. Aber unter uns. Satt wird man auch nicht richtig davon, also machen wir uns noch auf zum Hofcafé Beyen zur niederrheinischen Kaffeetafel. Bisken klönen und Dönnekes erzählen. Danach noch in der Sonne sitzen, bevor es zum Kloster Kamp weiter geht.

Hier erwartet uns auch schon Herr Klein, der uns mit seinem kurzweiligen Vortrag Kirche und Klostergarten vorstellt, bevor wir uns wieder auf dem Heimweg machen.

Auch hier lassen wir uns Zeit, da wir extra für kleine Gruppen von 18 bis 25 Personen, viele Entspannungspuffer eingebaut haben.

Schön sind dann solche Szenen für uns, wenn 2 Damen, die sich auf den Touren angefreundet haben, gemeinsam lachend auf einer Pausenbank sitzen oder manch einer seinen Rollator stehen läßt , seine Arme hochreißt, das Gesicht in die Sonne hält und ruft: das Leben ist so schön. Ja, das ist wohl war. Das Leben ist wunderschön, hier am „unteren Niederrhein“.  Mit seinen kleinen kulturellen Schätzen, die wir Ihnen alle sehr gerne auf unseren niederrheinschen Tagestouren zeigen möchten.

Und somit schließen wir den Bericht mit unserem Lieblingszitat von Hanns-Dieter Hüsch.

„Also gut: Die Schönheit des Niederrheins, mein ich immer, dat is nich sone Angelegenheit, so wie man sacht, Gott is die Frau schön. Dat geht tiefer. Dat krisse fast gar nicht raus, warum dat so is.

Auf den ersten Blick schon gar nicht. Muss ja auch nicht sein, sach ich immer, dat wär ja ne langweilige Schönheit. Nein der Niederrhein will angeguckt werden. Und dann beginnt die große Liebe. Dat is dat Geheimnis des Niederrheins. Un wer einmal am Niederrhein war, der kommt wieder.

Dann kommen Se mal mit auf Tour. Wir würden uns freuen.

Text und Fotos: Jaqueline Robertz, Reiseagentur Robertz