Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Es ist ein außergewöhnliches Buch. Ich habe es jedenfalls so empfunden. Ich habe über das Leben jüdischer Menschen vieles erfahren, das mir völlig unbekannt war. Und habe eben darum bestätigt gesehen, dass Menschen einander so wenig verstehen, weil sie so wenig voneinander wissen. Allerdings ist das Lesen zunächst ein bisschen unbequem, denn das Buch ist in Jiddisch geschrieben. Wenn man zunächst ein wenig Ausdauer aufbringt, wird man vom Dargestellten gefangen genommen. Das Buch passt zur LZ 35, unserem neuen Magazin, mit dem Thema „Veränderung“. Es passt für mich auch deshalb in den Zusammenhang, weil in aller Offenheit auch über das veränderte Verhalten junger Menschen im Bereich der Sexualität geschrieben wird.

Roman-Diogenes, Thomas Meyer

Text Annemarie Möbs